Kirchenführer

Kleiner Führer durch die Kirche St. Bonifatius

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Beschreibung
Im Mittelpunkt steht der Altar (Bild1), der so angelegt ist, dass die Gemeinde sich nahe an ihm, dem "Tisch des Brotes" versammeln kann. In seinem Sockel -in dem Schatzkästchen- befinden sich die Reliquien des hl. Bonifatius auf der vorderen Seite und des hl. Hilarius auf der hinteren Seite. Nicht weit von ihm fällt der wuchtige Ambo (Bild 2) auf, der "Tisch des Wortes". Er hebt die Bedeutung des Gotteswortes hervor, das hier verkündet wird. Auf der anderen Seite des Altarraums steht der Osterleuchter mit einer Besonderheit. An ihm ist der Prophet Jona (Bild 3) zu sehen, der nach drei Tagen aus dem großen Fisch herauskommt, ein Hinweis auf den nach drei Tagen aus dem Grab auferstandenen Jesus Christus.
Kreuz und Tabernakel (Bild 4) vor der Rückwand des Altarraumes verdeutlichen,
was im Gotteshaus gefeiert wird: die Gegenwärtigsetzung des Opfers Jesu am Kreuz im unblutigen Opfer Jesu unter den Gestalten von Brot und Wein auf dem Altar. - Die auf- und niedersteigenden und sich überschneidenden Linien der Wandbemalung dahinter können andeuten, dass "Himmel und Erde", Gott und Menschen im Heilsgeschehen Jesu Christi verbunden sind.
Wenn man die Kirche betritt, wird man an den Beginn des Lebens als Christ, an die Taufe erinnert; denn zwischen den Eingangsbereichen liegt die Taufkapelle. Der romanische Taufstein (Bild5) trägt die Iateinische Inschrift: „Ich gieße reines Wasser über euch aus“ (Ez 36,25). Auf dem Bronzedeckel ist das Wasser dargestellt. Die drei Fische (Bild 6), die den Abschluss bilden, weisen hin auf den dreifaltigen Gott. (Der Fisch ist ein Symbol für Christus: “Ichthys“ d. h. Fisch, gebildet aus den griechischen untereinander gelesenen Anfangsbuchstaben von “Jesus Christus Gottes Sohn Erlöser“).
Von hier leitet das Muster des Steinfußbodens mit den eingelegten großen Sternen zum Altar. Die Heiligen in den Fenstern auf der rechten Seite sind dabei Begleiter: Ludgerus (Bild 7) und Bonifatius (Bild 8), Heilige der Glaubensverkündigung, Vinzenz (Bild 9) und Elisabeth (Bild 10), Heilige der Nächstenliebe.
Auf dem Weg nach vorn mahnt der Beichtraum (Bild 11), der durch seine äußere Form und Farbgebung auffällt, zur Versöhnung mit Gott und den Menschen. Jesus sagt: "...Bevor du deine Gabe zum Altar bringst, versöhne dich ...". Die Farben, das Bußviolett ganz unten und das Goldgelb des göttlichen Gnadenlichtes oben unterstreichen, was im Beichtsakrament geschieht, das hier in der "Ohrenbeichte" und/oder im Beichtgespräch empfangen werden kann.
An zwei Stellen in der Kirche hat der Beter Gelegenheit, sich an besondere Heilige zu wenden und sie um Fürsprache und Hilfe zu bitten: Maria (Bild 12), an der Stirnseite des Seitenschiffs und Antonius (Bild 13), am Aufgang zur Orgelempore.